Es geht nach Spanien, ich habe nicht nur den Nachbericht, sondern auch die Vorschau auf das Monaco-Rennen. Außerdem hab ich auch noch 2 sehr sympathische Fahrer zum Interview getroffen. Und falls ihr euch fragt was die World-Cup Artikel und Semjon gemeinsam haben? Die Antwort: Beide sind konstant, der eine überzeugt alle 2 Wochen und der andere geht alle 2 Wochen DNF. Wer, wer ist? Diese Aufgabe überlasse ich gerne euch und wird in diesem Artikel vielleicht auch noch erörtert.

Man könnte aber auch sagen:

„Rosen sind rot,

Veilchen sind blau,

Toast fährt wieder in die Mauer,

das weiß ich ganz genau.“

So, damit hoffe ich doch, dass auch alle Poeten unter euch zufrieden sind, ich bin zumindest sehr stolz auf meine Dichter-Qualitäten. Da wir gerade bei Dichter sind, bei Predators Fahrweise bin ich mir manchmal auch nicht ganz sicher, ob der ganz nüchtern ist. Aber das ist ein anderes Thema. Es ging dieses Mal nach Spanien, doch über das Rennen reden wir gleich.

Zuerst müssen wir noch über den Podcast von Zehner und Felix reden. Seit sie im letzten Dezember damit begonnen haben, kommen sie auf durchschnittlich 6 Podcasts pro Jahr. Da muss mehr kommen, obwohl es bei der Qualität vielleicht auch bei der aktuellen Häufigkeit bleiben könnte. Eins muss man ihnen aber zugutehalten. Immerhin haben sie im letzten Jahr mehr Podcast aufgenommen als Zehner Punkte geholt hat. Und auch 1½ Stunden gingen Zehners Rennen eher selten. Da wir gerade bei selten sind, was sieht man in Spanien selten? Genau, Überholmanöver und schon sind wir beim Circuit de Catalunya. Was eine Überleitung! Es wird über einiges gesprochen werden, das Spiel mit seinen Problemen, Dendes Streamerqualitäten und vieles mehr. Und mit den Worten „Willst du nen kurzen Artikel sehen, musst du woanders hingehen“ geht es dann auch schon ins Qualifiyng.

Qualifying

Egga, Predator und Toast hatten genug vom heißen Wetter, weshalb sie sich schon in Q1 verabschiedeten. In Q2 gab es ein Problem bei Robin, denn das Spiel ließ ihn nun nur noch in der Vogelperspektive fahren. Wir kennen ja Robin, auch bei so einem kleinen Problem ist er ständig nur am Meckern. Aber auch kein Wunder, wenn man selten Chancen auf einen Sieg hat, dann greift man nach jedem Strohhalm. Er durfte nochmal rejoinen, hatte eine Runde und fuhr direkt die Bestzeit der 2.Qualifiyng-Session. Angeber, kann ich da nur sagen. Sonst gibt es nicht viel zu sagen, auch Nemesis, BlackPanther, Nowi, Lurchi und Pitti hatten nun genug von dieser Strecke. Wenigstens hat man so genügend Zeit, um sich noch paar Snacks zu holen, auf diese kommen wir aber später nochmal zu sprechen.

Zuerst reden wir noch über Pitti und mrracer, dieser drehte sich in Turn 3. Pitti konnte nicht mehr ausweichen, die Folge war ein Ausscheiden für Pitti in Q2 und eine 5-Plätze Gridstrafe für mrracer. Da konnten glaube ich beide kaum etwas machen, weshalb die Strafe für mich unverständlich ist. Aber was will man machen, das Strafensystem von Codemasters ist halt wie die Entscheidungen der FIA. Absolut unverständlich und nicht mehr tragbar. Aber sehen wir es positiv, wenigstens haben wir dafür keine Bugs. *Hust*, Disqualifiziert werden, da man nicht 2 verschiedene Reifensätze verwendet hat, *hust*. Hat jemand was gesagt?

Auf jeden Fall ging es nun mit Q3 weiter. Bis auf das Aussehen erinnert mich Schwatzgelb immer an Dornröschen, jedes Mal erwacht er in Q3 aus seinem Schlaf und fährt auf Pole. Mein Tipp, weniger Äpfel und mehr Chips essen, kann ich aber auch abseits vom Märchen jedem nur empfehlen. Dahinter kamen die Aston Martin Robin und Felix. Xeria schnappte sich knapp vor Harald P4. Haze holte sich P6, während Semjon, Hoffi und Neon P7-9 unter sich ausmachten. Mrracer verging durch die Strafe anscheinend die Lust am Fahren, denn er brachte keine Runde zustande und startete durch die Rückversetzung von P15. Ab geht’s ins Rennen!

Rennen

Es sollte über das gesamte Rennen trocken bleiben und bis auf Lurchi und Predator, welche den Soft aufzogen, und Pitti auf Harten waren alle auf dem Medium gestartet. Als die Lichter ausgingen war der Große Preis von Spanien eröffnet, in den Top 5 blieb alles beim Alten und dahinter brach das übliche Chaos aus. In Kurve 4 verhakten sich Semjon und BlackPanther, letzterer musste an die Box für den harten Reifen, während Semjon 5 Plätze verlor und nun auf P12 lag. Sonst waren vor allem Lurchi und Predator gut weggekommen, welche auf ihren Softs 4 Positionen gut machen konnten. Bevor es weiter geht, müssen wir noch kurz über Dende reden. Ich hab vorher schon über die Snacks geredet und vor lauter futtern hat er doch tatsächlich vergessen sich zu entstummen. Ach, wie schön war diese erste Runde. Doch der Schreck ließ nicht lange auf sich warten, er hatte es bemerkt und zack, da war es vorbei mit dem guten Kommentieren. Danke Zehner an dieser Stelle!

Da hatte sich die Quote der guten Kommentatoren schlagartig halbiert. Zurück zum Rennen, denn trotz dieses herben Rückschlags, waren die ersten Runden ein Genuss für jeden Zuschauer. Vorne zogen Schoko und Robin davon, doch dahinter entbrannte zwischen Felix, Xeria und Harald der Kampf um Platz 3. Noch nicht genug Spannung? Ok, dann hätte ich noch einen DRS-Train von Platz 6 bis Platz 14 im Angebot. Und wir reden hier nicht von dem Schlechten DRS-Train, den man aus Esports Rennen gewohnt ist, sondern von dem Guten. Während Lurchi und Predator sich bis Runde 10 auf P9 und P10 vorgearbeitet haben, konnten Haze und Neon an Hoffi vorbeigehen. Vorne waren immer noch Schoko und Robin, dahinter konnte sich Felix langsam von Xeria absetzen. Harald fuhr ein bis dato langweiliges Rennen auf P5, während Haze sich von der Gruppe hinter sich absetzen konnte. Neon auf P7 hatte hinter sich einen DRS-Train mit Hoffi, Lurchi, Predator und mrracer.

Haze war das alleine fahren Leid, weshalb er in Runde 11 einen Fehler in Turn 3 machte. Dieser brachte ihn zurück auf P11 und somit an das Ende des DRS-Trains. Sehr schade, aber so weit vorne fahren ist er halt nicht gewohnt, da können einem schon Mal die Nerven flattern. Semjon war inzwischen an der Box für Mediums und drehte sich am Ende des Feldes. Hoffi verlor den Rhythmus und hinter ihm drückte Predator. In Runde 16 wurde er gleich doppelt von Predator und mrracer überholt. Dieser konnte sich durch ein bis dato starkes Rennen bis auf P8 vorkämpfen. Hoffi nun auf P9. Aber bei den Red Bull geführten Teams kommt man mit dem Druck anscheinend nicht klar, nach dem Fehler von Haze drehte sich nun auch mrracer in Runde 16. Lurchi entledigte sich währenddessen seiner Softs und zog die Mediums auf. Um die Runde 20 kamen die ersten Boxenstopps, denn auch Harald, Haze und Predator zogen jetzt die Mediums auf. Vorne stieg nun die Spannung, Robin ging in Runde 25 für den Undercut, er zog die Mediums auf. Also eine 2-Stopp-Strategie bei ihm.

Schoko kam eine Runde später rein, doch er ging auf die Harten. Diese kamen schlecht auf Temperatur, Robin kam immer näher, während die Temperatur in Schokos Reifen langsam stieg. Robin griff in der umgebauten Kurve 10 außen herum an und ging vorbei. Trotz kalter Reifen Schokos, war das ein klasse Move vom Aston-Martin Piloten. Dann gingen auch Felix für Mediums und Xeria für Softs an die Box. Haze drehte sich in Runde 31. Nochmal ein kurzer Überblick, nach dem ersten Boxenstopp lag Robin auf Mediums nun ganz vorne vor Schoko auf den Harten. Dahinter gingen Felix auf dem Medium und Xeria auf Softs für die klare 2-Stopp. Pitti immer noch auf den Harten war auf P5 hatte jedoch noch seinen ersten Boxenstopp vor sich. Dahinter kamen Harald und Predator auf Mediums, während Hoffi auf den Harten auf P8 lag. Nowi auf Hart, Toast auf Mediums und Neon auf den Harten lagen auf den Plätzen 9-11. Kurze Vereinfachung, damit auch die Ferrari-Strategen es kapieren. Alle auf Mediums mussten nochmals an die Box, während alle auf den Harten für die 1-Stopp gingen und ihren einzigen Boxenstopp bereits abgesetzt hatten.

In Runde 33 drehte sich leider Nowi und flog auf P12 zurück. Sonst galt es für die Medium-Fahrer nun Zeit gutzumachen, die Hart-Fahrer schonten währenddessen ihre Reifen. In Runde 41 ging Pitti für seinen einzigen Stopp an die Box, er zog die Mediums auf und wollte jetzt zu Ende fahren. In Runde 42 reihte sich auch Neon in den Sbinalla-Club ein, sehr schade für ihn. Xeria ging in Runde 45 auf die Mediums um sein Rennen auf diesem Satz zu beenden. Um die Runde 50 gingen nun auch Robin, Felix, Harald, Toast und Predator für ihren letzten Stopp an die Box. Sie holten sich für die letzten 16 Runden den Soft-Reifen. Die Top 4 blieb mit Schoko, Robin, Felix und Xeria gleich. Auch wenn Robin dort noch sein Bestes gab, schien dort alles beim Alten zu bleiben. Dahinter kamen Hoffi auf Harten und Harald auf Softs auf P5 und P6. Pitti lag mit den Mediums auf P7 vor Nowi auf den Harten, während die Top 10 durch Toast und Predator auf den Softs vollendet wurde. In Runde 60 schnappte sich Harald P5, in dem er an Hoffi vorbeizog. Währenddessen drehte sich Toast leider. Kleiner Tipp, das ist genau der Themenbereich, in dem man sich von Hoffi als Teamkollegen nichts abschauen sollte, aber sehen wir das Positive. P9 war zwar weg, dafür konnte die Haas-Crew wieder mit einem perfekten Frontflügelwechsel glänzen. Da merkt man einfach, dass sich die Übung in den letzten Rennen bezahlt gemacht hat.

Nun war die 62.Runde angebrochen alle Positionen schienen entschieden, das wäre doch perfekt wenn das Rennen nun ganz entspannt zu Ende geht. Codemasters hatte etwas dagegen, denn bei Felix setzte das Internet aus, also fuhr seine KI weiter. Ach, halb so schlimm denkt ihr, der hatte ja genug Vorsprung des reicht trotzdem. Dachte ich auch, doch Codemasters wäre nicht Codemasters, wenn Felix KI nicht nochmal an die Box gefahren wäre. Ja, man denkt jede Woche das Spiel könnte nicht mehr schlechter werden und dann kommt Codemasters mit einer neuen Überraschung um die Ecke. Sehr schade für Felix, der nun auf P5 zurückflog. Sonst passierte nichts mehr, Schoko fuhr einen grandiosen Sieg ein, dahinter kamen Robin und Xeria, die das Podium komplementierten. Harald musste wegen seiner Zeitstrafe noch Felix vorbeilassen, der sich über P4 natürlich ärgerte. Da ihm von Spiel das Podium verwehrt wurde. Ein sehr starker Hoffi holte mit einem brillanten Rennen P6 vor Pitti, welcher die 1-Stopp perfekt ausgeführt hatte. Nowi hasst den letzten Sektor anscheinend genau so wie ich, denn er machte durch einen Dreher in Runde 66 schon eine halbe Runde früher Schluss. Zum Glück kostete ihn das keine Position, am Ende war es für ihn P8. Predator und Neon vollendeten die Top 10, während Nemesis und Haze sich die letzten Punkte schnappten. Auch wenn BlackPanther, Lurchi und Semjon das Rennen leider aufgaben, war es wirklich ein sehr toller Grand Prix. Obwohl man bei AlphaTauri bestimmt auch noch die letzten Runden Fahren überlebt hätte. Leider eine verdiente Strafe für BlackPanther im nächsten Rennen.

Besonders hervorzuheben sind natürlich Schoko, Felix und Hoffi. Alle 3 machten ein sehr gutes Rennen, auch wenn Felix am Ende sehr viel Pech hatte. Und nachdem ich in den letzten Rennen den World-Cup häufig kritisiert habe, möchte ich hier eine kurze Warnung aussprechen. Es kommt nun nämlich Lob und ja ich weiß, manche Fahrer sind das zurecht gar nicht gewohnt. Ich habe jetzt echt viele Grand-Prixs gesehen, aber dieser war mit Abstand der Beste. Es gab kein einziges Safety-Car, alle Kämpfe wurden extrem fair und trotzdem hart geführt und auch die Strategienvielfalt (ich glaube, das Wort sollte ich patentieren lassen) ließ kein Auge trocken. Wirklich ein perfektes Rennen und eine sehr gute Werbung für die PRL. Aber freut euch nicht zu sehr, der Sprint-Cup ist natürlich trotzdem besser, allein schon wegen den überragenden Mercedes-Fahrern. Im World-Cup kann dieses Team einfach nicht mithalten. Apropro Mercedes, das wars nun vom Rennbericht, aber nicht zu früh freuen, der Artikel ist noch nicht zu Ende. Ich hab natürlich wieder jemanden zum Interview getroffen und auch die Vorschau zum Monaco-Rennen bleibt euch nicht erspart. Und heute sind es sogar 2 Interviewpartner, schaut gerne rein.

Interviews

Hallo Schwatzgelb, erstmal Glückwunsch zu deinem Sieg in Spanien. Auf diesen kommen wir gleich zu sprechen. Die meisten kennen dich ja, aber die Fahrer, welche noch nicht so lange dabei sind (*Hust* „Meine Wenigkeit“*Hust*), wollen bestimmt mehr über dich erfahren. Erzähl doch bitte mal kurz, wie dein bisheriger Werdegang in der PRL war und welche Stationen du bereits durchlaufen hast.

Hi und vielen Dank 🙂
Also ich bin 2016 recht zufällig auf die PRL gestoßen zu einer Zeit als ich lange krankgeschrieben war durch einen Totalschaden im Knie… Hatte somit viel Zeit zum fahren und nach einer Weile wars mir einfach zu blöd gegen die KI zu racen … Ich wollte “echte” Gegner und mich mit anderen messen… Die Bewerbung ging raus und kurze Zeit später saß ich dann in Barcelona im Cockpit… Die Testfahrten bestritt ich noch für ein anderes Team… (ich glaube im Williams)?… Als ich nachm Test Zuhause angekommen war ging auch schon das Telefon und mir wurde von Mercedes ein Angebot gemacht was mich natürlich sehr gefreut hat… Seitdem sind Mercedes und ich “fast” unzertrennlich geworden und konnten schöne Erfolge zusammen feiern….

Dann sprechen wir mal über die aktuelle Saison, war auch von dir nicht komplett fehlerfrei. Wie zufrieden bist du bisher mit deiner Leistung?

Ich bin momentan mit der Saison zumindest nicht unzufrieden auch wenn sie nicht ganz fehlerfrei war bisher… In Imola war ich einen kleinen Moment unaufmerksam mit kalten Reifen und in Miami wollte ich einfach zu viel was mich im Nachhinein doch sehr geärgert hat… Eigentlich darf mir das mit meiner Erfahrung nicht passieren und ich hätte P2 mitnehmen müssen… Der hätte mich in dem Augenblick aber nicht zufrieden gestellt da das Auto extrem gut lief und wir nur aufgrund eines Missverständnisses so extrem hart um den Sieg kämpfen mussten…. Aber so ist es manchmal da denkt man erst wenns zu spät ist 🙂 Solche Fehler dürfen mir natürlich in dieser Saison nicht mehr passieren wenn wir weiterhin ganz oben stehen wollen das ist mir auch bewusst

Nun sind wir endlich beim Spanien Grand-Prix angekommen. Nochmal Glückwunsch, für dich war es wahrscheinlich ein eher langweiliges Rennen. Wieso hast du dich für die 1-Stopp entschieden und kamen Zweifel auf, als du Robin auf den Mediums an dir vorbeiziehen lassen musstest?

Danke nochmal… Das Rennen war alles andere als langweilig und sicherlich eines der schwersten meiner Karriere… Auch wenn es für Außenstehende vielleicht nicht so ausgesehen haben mag… Aufgrund der unterschiedlichen Strategien musste ich über die komplette Distanz jede einzelne Runde pushen und durfte nicht locker lassen… Die 1 Stopp war für uns von Anfang an der richtige Weg bzw der Weg den wir gehen wollten… Als Robin auf den Mediums vorbei ging kamen keine Zweifel auf aber es war ab da entscheidend die Lücke auf den Hards so gering wie nur irgendwie möglich zu halten… Was gut funktionierte aber wie gesagt auch sehr sehr anstrengend war… Denke diese Phase des Rennens war letztendlich entscheidend über den Sieg oder P2….

Lass uns noch einen kurzen Ausblick auf die nächsten Rennen werfen. Welche Erwartungen hast du selbst und mit Mercedes noch an die restliche Saison und auf welche Strecke freust du dich besonders?

Ich denke die Erwartungen von mir und dem Team sind ganz klar… Wir wollen beide Titel da brauchen wir nicht drumherum reden… Es wird aber ein extrem hartes Stück Arbeit und lässt Fehler wie in Miami nicht mehr zu…. Aber ich bin auch davon überzeugt dass Tom und Ich es schaffen können am Ende ganz oben zu stehen… Die Zusammenarbeit mit Tom läuft super… Wir verstehen uns ausgezeichnet…. Er hat sich persönlich diese Saison nochmal ordentlich gesteigert… Also sollten wir in der Lage sein bis zum Schluss für unsere Ziele zu kämpfen…. Besonders freue ich mich noch auf Strecken wie Silverstone / Spa / Suzuka… Ich bin ein Freund der alten schönen Traditionsstrecken 🙂

Nach diesem Interview ist aber noch nicht Schluss. Ich hab nämlich auch noch den lieben Hoffi zum Interview getroffen.

Hallo Hoffi, nachdem ich dir wegen des Sprint-Cup Artikels schon auf die Nerven gegangen bin, musst du nun auch hier nochmal ran. Dieses mal geht es aber mehr um dich als Fahrer. Du bist diese Saison ja im Haas, wie zufrieden bist du mit deiner bisherigen Saison?

Hey Niklas, vielen Dank das ich hier sein darf. Ich bin mit meiner bisherigen Saison so halb zufrieden. Die Rennen in Bahrain und Spanien liefen fantastisch. 2x Platz 6 ist für mich ein riesengroßer Erfolg. Allerdings wurmen mich die Rennen in Australien, Imola und Miami auch sehr. Da war mehr drin, auch wenn in Australien die Defekt Hexe zuschlug und ich in Miami unschuldig aus dem Rennen genommen wurde. Aber der Spanien GP hat mir nun den nötigen Schwung wieder gegeben um zuversichtlich auf die Saisonhalbzeit zu schauen. 

In Spanien konntest du einen starken 6.Platz einfahren. Glückwunsch von meiner Seite. Du hast dich für die 1-Stopp entschieden, hatte das einen bestimmten Grund? Noch dazu hattest du am Anfang des Rennens Probleme mit der Pace, lag dir der Medium nicht so oder hattest du einfach Schwierigkeiten damit in den Rhythmus zu kommen?

Die 1 Stopp war die schnellste Strategie. Das hat man bei Schoko sehr gut sehen können. Die Pace am Anfang mit den Mediums war entsprechend der Trainingsergebnisse. Aber ich war entsprechend vorsichtig unterwegs. Oberstes Ziel war es, ein fehlerfreies Rennen zu fahren und mich so gut wie möglich aus allem herauszuhalten. Darauf habe ich mich fokussiert und im Zweifel die Konkurrenz von hinten lieber passieren lassen und meinen Stiefel zu fahren. Was sich dann auch mal wieder auszahlte. Im 2 Stint konnte ich eine Schippe drauf legen und meine Position verwalten, da die Piloten um mich herum Fehler machten. Allgemein liegt mir der 1. Stint eines Rennens nicht wirklich. Ich bin ein sehr vorsichtig agierender Fahrer und versuche im 1. Stint meinen Rhythmus zu finden und mich auf mein Tempo einzupendeln. 

Lass uns noch einen Ausblick auf die restliche Saison werfen. Als nächstes kommt Monaco, du durftest dich jetzt ja schon im Super-Cup auf dieser Strecke beweisen. Welche Erwartungen hast du an dieses Rennen und die restliche Saison noch?

An Monaco habe ich keine Erwartungen, da ich das Rennen aus privaten Gründen verpassen werde. Für die restliche Saison will ich weiterhin konstant und möglichst fehlerfrei fahren und möglichst oft in die Top 10 kommen. 

Wir haben im Sprint-Cup Interview schon über deinen bisherigen Werdegang geredet, deswegen erspar ich dir hier meine altbekannte Frage. Dennoch würde mich interessieren, wie es dazu kam, dass du und Toast Teamkollegen wurdet. Noch dazu frag ich mich, ob du froh bist einen Teamkollegen zu haben, der sich fast noch häufiger dreht als du? Sorry, aber die Frage musste sein. Dir noch alles Gute für die restliche Saison und viel Glück in Monaco.

Der gute alte Vierwegtoast. Er kam so ziemlich zeitgleich mit mir in die PRL und die ersten beiden Saisons fuhren wir auch in Liga 2 gegeneinander. Wir lieferten uns ziemlich häufig epische Duelle auf der Strecke und das er mich in Silverstone 2020 zum Weltmeister machte, in dem er mich unabsichtlich nach einem Dreher von mir wieder zurück auf die Strecke schob, werde ich ihm nie vergessen. Wir hatten von Anfang an ein sehr gutes Verhältnis zueinander und daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit eine wahre Freundschaft. Als klar wurde das Felix diese Saison zu Aston Martin geht und an Robin’s Rockzipfel hängen will, kam für mich nur Toast als Teamkollege in Frage. 

Ich glaub bei diesen 2 Interviews kann sich wirklich keiner beschweren. Jetzt gibt es noch eine kleine Vorschau auf das Lieblingsrennen aller Piloten.

Vorschau

Es geht nach Monaco. Auch wenn das Fürstentum reich im finanziellen Sinne ist, ist die Strecke ziemlich arm, was die Überholmanöver angeht. Mit 3.337m ist es die kürzeste Strecke des Rennkalenders, jedoch kosten die 18 Kurven über 78 Runden jeden Fahrer trotzdem viele Nerven. Natürlich wird jeder Fahrer so viel Flügel, wie irgendwie möglich, mitnehmen. Da Überholmanöver, wie wir alle wissen, auf dieser Strecke nahezu unmöglich sind, wird das Qualifying absolut entscheidend werden. Ich glaube, alleine an der Länge dieser Vorschau merkt man schon, dass ich von dieser Strecke komplett begeistert bin. Da bleibt mir eigentlich auch nicht mehr viel zu sagen, wer hätte das mal gedacht, dass mir die Worte fehlen. Man kann nur hoffen, dass Dende es dieses Mal auch schafft sich rechtzeitig zu entstummen. Dende, ich glaub an dich! Also dann verabschiede ich mich aber auch „schon“, mit einem passenden „au revoir“.

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