Die Fahrer der Liga 2 sind aktuell im freien Training auf dem neuen alten Kurs in Zandvoort unterwegs. Zeit für uns, mal aufs kommende Rennen zu schauen.

Der Sturm nach einem Ereignisreichen Spanien GP legt sich so langsam. Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya wurde den Zuschauern mal wieder einiges an Spannung und Kontroverse geboten. Nach der großen Karambolage am Start, die durch eine defekte Kupplung beim Williams von Crimax ausgelöst wurde, spalteten sich die Meinungen im Feld ob das Rennen abgebrochen werden sollte, oder nicht. Nach einigem hin und her, fiel die Entscheidung das Rennen abzubrechen und die rote Flagge zu schwenken. Die geschädigten Fahrer und Teams, bekamen die Gelegenheit ihre Boliden wieder zu reparieren und das Rennen wieder aufzunehmen. Diese Entscheidung, kam jedoch nicht bei allen grundlegend gut an. Aus dem Racing Point & Ferrari Lager kam die Äußerung, dass diese Entscheidung entscheidenden Einfluss auf die Weltmeisterschaft nehmen könnte. Otmar Szafnauer, Teamchef des Racing Points Rennstalls sagte zu unserem Reporter:

PRL Hoffi war nach Spanien eigentlich nicht nach Lachen zumute (Marc Alvarodo, Flick.com, Lizenz: CC BY-SA 2.0)


„Wir können die Entscheidung der Rennleitung nicht verstehen. Es gab in der Vergangenheit schon Rennen, bei denen es zu ähnlichen Situationen gekommen war. (Ungarn letzte Saison, Anm. der Redaktion) Dort wurde das Rennen normal weitergeführt und jetzt wurde neugestartet“, so der 56-jährige.
Ein weiterer Grund für seinen Unmut nachdem GP, wird die katastrophale Kommunikation zwischen seinem ersten Fahrer Hoffi und dessen Renningenieur sein. Hoffi handelte sich nach einem Fahrfehler während der ersten VSC Phase eine Durchfahrtsstrafe ein. Wegen der schlechten Kommunikation hat Hoffi hat das Zeitfenster zum Absitzen der Strafe verpasst und wurde folglich mit der schwarzen Flagge belegt. Für den amtierenden Weltmeister ein herber Schlag in Sachen Titelverteidigung. Eine Anfrage für ein Interview, lehnte das Management des 27-järigen Hallensers ab. Das einzige Trostpflaster für das Team, war dann der 2. Platz von Felix, mit dem er sich die erneute Führung in der Meisterschaft sichern konnte.


In alldem Trubel rund um den Neustart und den Strapazen des Racing Point Teams trat jedoch ein Schatten hervor. KiffKopp konnte sich mit einer starken Vorstellung verdient den Sieg sichern und dem Renault Werksteam damit wichtige und gute Punkte für die Konstrukteurs-Meisterschaft sichern. Bereits in Monaco deutete er an, dass er in der Lage ist die Spitze zu ärgern und um Siege mitzufahren. In Monaco machten ihm aber individuelle Fehler eine gute Platzierung letztendlich zunichte. Noch Teamchef Cyril Abiteboul gab sich sichtlich begeistert nach dem Rennen.
„Wir wussten bereits bei der Verpflichtung, welch großes Potenzial KiffKopp besitzt. Es ist schön zu sehen, dass er jetzt endlich daraus ein Erfolgserlebnis ziehen konnte. Jetzt ist es wichtig, diese Leistung in Zandvoort zu bestätigen“
Ob ihm das gelingen wird, werden wir kommenden Dienstag live und in Farbe sehen.

Die Piloten und unser Newsteam sind gerade erst an der niederländischen Nordseeküste angekommen, da platzt auch schon die nächste Bombe.

Ferrari und Falkberg trennen sich mit sofortiger Wirkung!
Die Saison ist zur Hälfte absolviert, und wir haben das erste große Beben im Fahrerlager. Wie Ferrari in einer offiziellen Presse Mitteilung verkündete, wird der Vertrag Falkberg mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Zu den Hintergründen ist noch nichts offizielles bekannt, beide Parteien halten sich zu den Gründen bedeckt. Eine Anfrage zur Stellungnahme, lehnte Falkbergs Management ab. Ein Insiderkreisen kommt die Vermutung auf, dass Falkberg ein großes Problem mit der Reglement-Auslegung der FIA nicht einverstanden ist. Bereits in der vergangenen Saison, ließ Falkberg immer mal wieder Kritik diesbezüglich verlauten. Ob dies nun jetzt der entscheidende Grund für seinen Abgang ist, bleibt vorerst aber unklar. Wer die Nachfolge von Falkberg bei der Scuderia Ferrari ist, ist genauso unklar wie die Nachfolge von TSM bei Haas…

Haas und TSM legen Vertrag still!

Zeitgleich mit der Meldung von Ferrari und Falkberg kam die Nachricht aus dem Haas Rennstall, dass man den Vertrag mit TSM stillgelegt hat. Wie Günther Steiner, Teamchef von Haas, in einer Pressekonferenz mitteilte, hat man sich mit TSM auf eine Stilllegung des Vertrags geeinigt. Grund sei, das TSM sich aus privaten Gründen vorerst vom Formel 1 Zirkus zurückziehen will. Welche Gründe genau dahinterstecken und wann TSM wieder ins Cockpit steigt, wurde nicht genannt. Auch auf Nachfrage unseres Reporters wurden die Gründe seitens von Haas nicht preisgegeben. Damit steht sowohl das Ferrari Werksteam als auch Haas als Ferrari Kunden Team mit jeweils nur einem Fahrer vor dem anstehenden Großen Preis der Niederlande da. Es wird auf jeden Fall spannend, ob und mit wem die Teams diese Ausfälle kompensieren werden.


Neben dem ganzen Trubel rund ums Fahrerlager, wollen wir uns aber auch mit der anstehenden Strecke beschäftigen und euch einen Ausblick für den Großen Preis am Dienstag geben.

F1 Motorsport race track Circuit Zandvoort Formula one Grandprix
Photo by dronepicr, Flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0

Der Circuit Park Zandvoort verspricht mit seinen 4,320 Kilometern und insgesamt 15 Kurven jede Menge Spannung. Die Piloten erwartet ein Kurs vollgespickt mit Highspeed-Passagen und kniffligen Steilkurven. Überholmöglichkeiten gibt es wenig, einzig auf der Start-Ziel Geraden bietet sich eine passable Möglichkeit. Wer es schafft seinen Formel 1 Boliden hier am saubersten durch die 36 Runden zu befördern, hat gute Chancen auf eine gute Platzierung. Die Favoriten Rolle dürfte auch hier klar sein. Crimax im Williams und Felix im Racing Point dürften wieder Kandidaten für die vordersten Plätze sein. Auch beim Blick auf die WM-Tabelle ist es spannend wie nie zuvor. Felix führt die Meisterschaft (71Pkt.) nun mit 8 Punkten vor Mrracer (63Pkt.) an. Dahinter wird es allerdings spannend. Durch das Ausscheiden von Falkberg schrumpft der Kreis der Titelanwärter um einen Platz. Egga mit 55 und Hoffi mit 56 Punkten sind schon etwas abgeschlagen im Kampf um die WM-Krone. Die Frage, ob Crimax nach seinem Fauxpas wieder zurückschlagen und den Rückstand auf Felix in der Rangliste verkürzen kann, oder ob es Hoffi und Egga gelingt wieder Boden gut zu machen, wird am Dienstag 19:00 Uhr beantwortet werden. Schaltet auf jeden Fall ein, wenn es wieder heißt „It‘s Lights out and away we go

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