Regen im sonnigen Miami?

So, da bin ich auch schon wieder. Nachdem wir beim letzten Mal auf das chaotische Rennen in Imola geschaut haben, geht es dieses Mal nach Miami. Natürlich gibt es wieder den Rennbericht, wir haben wie immer ein schönes Interview und auch die Vorschau auf Spanien darf natürlich nicht fehlen. Dazu aber später mehr, denn zuerst müssen wir noch auf eine traurige und eine schöne Nachricht eingehen. Ich zieh die Stimmung gleich Mal richtig runter und starte mit der Schlechten.

Ich bin noch nicht lange dabei und kenne Egga Jr. deswegen noch nicht so gut. Aber ich denke, dass jeder mir zustimmen kann, wenn ich sage, dass sein Abgang aus der Liga sehr schade ist. Allein für seine zu frühen Feiern beim Australien Grand Prix im letzten Jahr wird er immer in Erinnerung bleiben. Da hätte er vielleicht die zu früh geschwenkte Zielflagge aus Kanada 2017 gebraucht. Ein weiterer Nachteil ist natürlich, dass Robin und Schwatzgelb nun wieder bisschen mehr Luft haben. Nichts gegen sie persönlich, aber Erfolg macht halt irgendwie doch unsympathisch, zumindest auf der Strecke. Und wenn wir schon bei Strecke sind, da können wir doch gleich bei Miami bleiben. Ach, mein Deutschlehrer wäre stolz auf diese Überleitung gewesen.

Nun zur positiven Nachricht, denn wir hatten ein sehr professionelles Kommentatoren-Duo beim Miami Grand Prix. Ok, vielleicht nicht professionell, die Ligaleitung gönnt den Kommentatoren ja keine Bezahlung (geht alles für Dendes Friseur drauf), aber zumindest sehr seriös und spannend. Natürlich rede ich von Marco und PasteteChris, die wirklich einen super Job gemacht haben. Nun aber genug geschleimt, immerhin verbremsen die beiden sich schon oft genug, auch ohne eine Schleimspur. Damit geht es jetzt aber auch endlich ins Qualifying.

Das Qualifying

Dieses war trocken und trotzdem verließen PRL Lurchi und Haraldinho die Quali-Session vorzeitig. Als kleiner Tipp: beim nächsten Mal den Mojito vielleicht erst nach dem Rennen trinken. Aber, so wie ich Haraldinho kenne, hat bestimmt nur die Sonne geblendet. Die anderen hatten anscheinend noch Zeit, denn für sie ging es weiter ins Q2. Dort verließen uns, nach spannenden letzten Minuten, dann Predator, Pitti, Marcel, BlackPanther und Mrracer. Vielleicht macht das Gewicht der Ohrringe Pitti doch die entscheidenden Zehntel langsamer. Immerhin kann auch ein Hamilton mit Schmuck dieses Jahr nicht mehr an die letztjährigen Leistungen anknüpfen. Weit hergeholt sagen die einen zu meiner Theorie, ich sage es ist eine komplett logische Erklärung. Aber vielleicht wollten die Ausgeschiedenen auch einfach noch bisschen die Sonne genießen, bevor es dann ins Rennen ging. Man weiß es nicht. In Q3 demütigte dann Schwatzgelb erstmal alle, indem er eine sehr starke erste Runde hinlegte, und dahinter wurde es wie gewohnt sehr eng. Am Ende konnte niemand Schwatzgelbs Runde anfechten, er holte sich die Pole. Dahinter konnten sich Xeria, Robin und Neon knapp vor Felix qualifizieren. Semjon holte sich P6 vor Nowi. Hoffi und Haze schlossen mit Vierwegtoast die top Ten ab. Ganz vorne also die beiden Silberpfeile, wenigstens im Spiel ist des noch möglich, und dahinter dann Robin. Auch Nowi, welcher seinen Teamkollegen deutlich schlagen konnte und Neon sollten erwähnt werden. Es ging dann ins Rennen und da wartete ein Schock auf alle Fahrer.

Das Rennen

Es sollte am Start nämlich regnen. Ja, auch ich weiß, dass die Fahrer schon im Quali den Wetterbericht sehen, aber bisschen überdramatisieren schadet ja nicht. Immerhin ist der World-Cup was die Professionalität angeht, die Bild unter den PRL-Ligen. Semjon hatte keine Lust das Rennen aus der Vogelperspektive zu bestreiten, weshalb der Rennstart sich verzögerte. Meiner Meinung nach hätte man sich das auch sparen können, immerhin ist es nur Semjon und, ob er jetzt in der normalen oder in der Vogelperspektive ausscheidet, ist dann auch schon egal. Aber so wie es scheint ist die PRL eine freundliche Liga, deswegen nimmt man auch auf hoffnungslose Fälle Rücksicht und startet die Lobby neu.

Dann ging es aber los im verregneten Miami. Man konnte kaum etwas sehen, bei so einer lieblosen Strecke vielleicht gar nicht so negativ. Die Fahrer kamen trotzdem heil durch die ersten Kurven. Schwatzgelb führte, direkt vor Robin, welcher Xeria überholen konnte. Dahinter kamen dann Neon, Nowi, Felix und Haze ins Bild. BlackPanther konnte 6 Plätze gut machen und lag nun auf P8, während Predator und Hoffi wegen einem Flügelwechsel an die Box mussten. Einziger Vorteil, die Haas-Crew ist beim Wechseln von Flügeln dank den beiden Piloten schon sehr geübt und kann mit einer gewissen Routine glänzen. Haraldinho machte 3 Plätze gut, obwohl das gewisse Züge vom letztjährigen Russel und somit kaum Lob verdient hat. Wenn man nämlich ganz hinten startet, dann kann man auch keine Plätze verlieren. Der Harald ist schon ein Fuchs, des muss man ihm lassen. Das Feld ordnete sich nun und es passierte erstmal wenig, bis in Runde 8 Semjon leider ausschied. Wie gesagt, da hätte ihm die Vogelperspektive mit besserer Übersicht vielleicht geholfen, aber es will ja keiner auf mich hören. Nun kam für alle auf der abtrocknenden Strecke die Frage, in die Box gehen oder nicht in die Box gehen.

Schwatzgelb riskierte es als erster, beim SC-Restart zogen dann alle außer Felix, Robin und BlackPanther nach. War das ein Fehler? Zuerst sah es danach aus, da die Inters kaum schneller waren. Doch es kam durch den Ausfall von Marcel zu einem erneuten SC in Runde 14. Dieser drehte sich beim Ausgang auf die letzte DRS-Zone und musste leider direkt aufgeben. Die 3 vorne nutzten dies und konnten den Schaden limitieren. Denn Robin kam wenigstens noch auf P7 zurück auf die Strecke. Aber vorne waren nun Schwatzgelb, mrracer, Haraldinho und Toast die das Rennen anführten. Ein Haas auf P4, dass hätte Günther Steiner glaube ich auch von Mick in den USA erwartet, also kann man froh sein, dass die völlig realistischen Ziele des Teamchefs wenigstens im Spiel zwischenzeitlich erfüllt werden. Auf P5 lag Predator direkt vor Hoffi. In Runde 15 ging es wieder los, und der bunte Haufen von P5 bis P14 lieferte dem Zuschauer wieder einiges an Action. Doch leider blieb Hoffis Haas nicht lange komplett, denn bereits in dieser Runde hatte er einen Zwischenfall mit BlackPanther, weshalb beide für einen Flügelwechsel an die Box gehen mussten und sich die Harten abholten. In Runde 21 gab es dann in der letzten Kurve eine Massenkarambolage, da sich Felix und Predator in die Haare bekommen hatten. War das ein deutscher Satz? Man weiß es nicht, was ich aber weiß, dass es dadurch einen mega geilen Fight zwischen Pitti und Lurchi gab. In der F1-Fahrschule sollten bei dem Kapitel „Faires Racing“ auf jeden Fall diese Runden als perfektes Beispiel gezeigt werden. Aber alle guten Dinge sind 3 oder in dem Fall sogar nur 2, denn in Runde 23 kam schon wieder Bernd Mayländer auf die Strecke. Hoffi drehte sich leider in die Wand und löste damit ein weiteres unverständliches SC aus, da die Situation eigentlich schnell geklärt war. Fast alle nutzten die Chance und gingen an die Box für frische Harte oder Mediums, Haraldinho und Toast blieben draußen. Man kann es Harald nicht verübeln, er wollte wenigstens im Rennen einmal erster sein, wenn er beim Aktualisieren der Statistiken schon so eine lahme Ente ist. Das sei ihm vergönnt, aber der Mercedes von Schoko hatte leider etwas dagegen. Doch den brauchte es gar nicht, denn Harald ist halt immer noch Harald und drehte sich beim Restart.

Bin ich der einzige, den das aus irgendeinem Grund beim McLaren-Piloten nicht sonderlich verwundert? Ich höre da glaube ich ein lautstarkes „Nein“.  In Runde 26 gab es dann in der letzten Kurve erneut eine Kollision, welche zu Xerias DNF führte. Monsters Energy verleiht im Vergleich zu Red Bull halt leider keine Flügel. Obwohl man sich bei der Pace der Red Bull Fahrer häufiger die Frage stellt, wann diese denn endlich mal ausgebreitet werden?  Natürlich gab es auch hier ein Safety-Car, welches die Reihenfolge jedoch kaum änderte. In den nächsten 15 Runden sortierte sich das inzwischen nur noch aus 11 Fahrern bestehende Feld. Ja, ihr lest richtig, ganze 15 Runden ohne Safety-Car. Es gibt also doch noch Wunder, obwohl wenn nur noch 10 Gegner da sind, dann schafft es halt nichtmal Predator noch jemanden in die Karre zu fahren.  In Runde 41 gingen dann Schwatzgelb und Harald auf die Softs, um ihren letzten Stint zu beginnen. Der Rest versuchte das Rennen auf ihren alten Harten beziehungsweise Mediums halbwegs heile zu Ende zu bringen. Schoko konnte sich wieder auf P2 vorkämpfen, während Harald in Runde 55 Nowi für P5 überholte. Doch damit war das Endergebnis noch nicht fertig. Denn der noch verbliebene Mercedes-Pilot wollte seinem Teamkollegen anscheinend bei den DNFs in nichts nachstehen, denn Schwatzgelb verabschiedete sich in Runde 55 noch in der letzten Kurve in die Wand. Somit ein schwarzer Tag für die seit dieser Saison wieder Silber lackierten Fahrzeuge. Ach, wie lange hab ich auf diese schöne Anomalie gewartet.

Sonst veränderte sich in den letzten Runde nichts mehr, Robin fuhr es ohne Probleme auf P1 zu Ende, während Felix vor mrracer P2 einfahren konnte. Haraldinho machte das Beste aus seinem Fauxpas und holte P4, dahinter kamen Nowi und Neon ins Ziel. BlackPanther holte sich P7, vor Pitti, Predator und Toast, die die Top 10 abrundeten. Es lässt sich resümieren, dass in diesem World-Cup sogar Felix mal ein Podium einfahren kann und das Safety-Car so sicher ist wie das „Amen“ in der Kirche. Am Ende wieder einmal ein sehr spannender Grand Prix, auch wenn Schoko und Harald nochmal das Fahrsicherheitstraining absolvieren sollten. Eins muss man Harald aber lassen, wenigstens an das Tempolimit hält er sich meistens, zumindest kann hier nicht die Rede von zu schnellem Fahren sein. Nachdem ich jetzt in der Liga gar keine Freunde mehr habe, fehlt eigentlich nur noch die Vorschau und das Interview.

Das Interview

 Hallo Felix, erstmal Glückwunsch zu deinem 2.Platz in Miami. Bevor wir zum letzten Rennen kommen, müssen wir noch über die bisherige Saison reden. Wie zufrieden bist du denn mit deinem bisherigen Start und welches Rennen stoch für dich bisher besonders heraus?

Hallo,

Dankeschön. Von den Ergebnissen her ist der Start zumindest schon einmal positiv gelaufen aber Raum für Verbesserung ist natürlich immer. Bahrain und Imola sind nicht ganz nach Plan gelaufen. Miami war ein einziges Chaos mit einem glücklichen Ende für mich und das Team. Aber am meisten herausgestochen hat für mich Australien. Für mich lief das Rennen perfekt konnte meine Pace gehen ohne Probleme zu haben und es hat einfach Spaß gemacht.

Nun kommen wir zum Miami Grand-Prix, wie war dein Rennen und wie zufrieden bist du mit dem Endresultat?

Wie schon gesagt ein einziges Chaos. Ich persönlich hatte viel zu viele Situationen, in die ich lieber nicht verwickelt gewesen wäre. Aber wenn man hinterher nochmal in die Higlights guckt, war da ja noch viel mehr los. Meiner Meinung nach war das aber der Strecke geschuldet, welche so unfassbar wenig Grip geboten hat, dass sogar ein Schoko das Auto verliert beweist glaube ich auch alles. Im Endeffekt mit meinem zweiten P2 bin ich trotzdem zufrieden und fürs Team volle Punktzahl zu holen, durch den Sieg von Robin war auch sehr schön und im AM-Motorhome wurde dann kräftig gefeiert.

Mit Robin als Teamkollegen hat man es nicht leicht, auf der anderen Seite hat man aber auch in der KWM gute Chancen. Welche Ziele hast du sowohl persönlich als auch mit dem Team noch in dieser Saison?

Zwischen mir und Robin läuft alles gut und ich bin froh, dass es in den Verhandlungen geklappt hat dieses Jahr im Aston zu sitzen. Ich habe mich bewusst auch dafür entschieden die klare Nummer 2 zu sein, um in meiner 2. vollen Saison von der Erfahrungen von Robin zu profitieren. Unser klares Ziel als Team ist es dieses Jahr den Titel in der KWM zu holen. Für mich habe ich dieses Jahr nochmal beschlossen unter die Top 5 Fahrer zu kommen. Letztes Jahr bin ich da ja knapp dran vorbei gerutscht. Aber wer weiß vielleicht ist diese Saison auch mal der erste Sieg im World Cup drin aber das wäre nur ein Bonus für mich. Das Team hat da klaren Vorrang.

Abschließend interessiert mich natürlich noch was die PRL für dich so besonders macht und ob auch du ein besonderes Ereignis in deiner bisherigen Racing-Karriere hattest, welches dir noch lange in Erinnerung bleiben wird?

Es gibt, für mich, nicht diese eine Sache, welche die PRL besonders macht. Es ist der Mix aus allen Dingen. Der Zusammenhalt ist großartig und man kann mit jedem Mal ein Gespräch führen wenn man so durchs Fahrerlager flaniert. D

Tatsächlich habe ich eine Sache, woran ich mich lange erinnern werde. Der Racing Point Doppelsieg in Baku in der Saison 4 in der damaligen 2. Liga (heute ja Super Cup). Ich habe mich sauwohl auf der Strecke gefühlt und das Auto lag einfach wunderbar auf der Strecke und als Hoffi nach Kurve 2 auf P2 war hat mir das nochmal nen extra Boost gegeben. Generell muss ich aber sagen, dass die 2 jahre mit Hoffi als TK wunderbar waren und wir immer viel Spaß zusammen hatten und den immernoch haben. Wer weiß vielleicht führen uns die Wege ja mal wieder als TK zusammen.

Ein großes Lob möchte ich an dieser Stelle nochmal an die Gesamte Leitung aussprechen! Ihr macht das alles großartig und ich hoffe ich bin noch lange Teil der PRL.

Von daher, bleibt alle gesund man sieht sich auf der Strecke!

Die Vorschau

Es geht nach Spanien zum Circuit de Barcelona-Catalunya. Mit einer Länge von 4.675m und 16 Kurven gilt die Strecke als eine der schwierigsten für die Ingenieure. Immerhin wird sie nicht umsonst vor jeder Saison las Teststrecke ausgewählt. Sie hat sowohl eine lange DRS-Gerade, als auch einen Mittelsektor mit schnellen Kurven. Das ist natürlich noch nicht kompliziert genug, weshalb dann auch noch ein letzter Sektor kommt, der aus sehr langsamen Kurven besteht. Es wird für die Fahrer also eine schwierige Aufgabe werden das perfekte Setup zu finden. Seit 30 Jahren stellt man sich inzwischen dieser harten Aufgabe und am Ende folgt dann auch noch ein kompliziertes Rennen. Die Reifen bauen sehr stark ab und auch das Überholen wird einem nicht zu einfach gemacht. Es wird vorne wieder den harten Kampf zwischen Mercedes und Aston Martin geben, aber auch dahinter können wir uns auf das spannende Mittelfeld freuen. Hoffentlich haben wir wieder so ein gutes Kommentatoren-Duo wie in Miami, vielleicht haben wir aber auch Dende und Zehner. Das wird sich noch herausstellen, auf jeden Fall kann man sich auf diesen Grand Prix erneut nur freuen und sollte bei Twitch einschalten. Das wars dann auch schon von mir und damit sag ich dann auch Tschüss oder passend zum Rennen „adiós“!

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